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Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude (ENOB:dataNWG)

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Ansprechpartner
Michael Hörner
Institut Wohnen und Umwelt
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (IWU)
Verbundkoordinator dataNWG
Tel.: 06151 / 2904-52
Mail
www.datanwg.de

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Projekt Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude (Förderkennzeichen: 03ET1315), das durch das Forschungskonsortium aus Institut Wohnen und Umwelt als Koordinator, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung und Bergische Universität Wuppertal durchgeführt wird.

Im Projekt werden deutschlandweit in 10.000 zufällig ausgewählten Nichtwohngebäuden vor allem energetisch relevante Gebäudedaten erhoben. Die kombinierte Telefon- und Online-Befragung durch das IFAK Institut für Markt- und Sozialforschung wird ca. 30 bis 45 Minuten dauern. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, an einer von 1.000 Tiefenerhebungen teilzunehmen, die mit einem etwa dreistündigen Vor-Ort-Besuch verbunden sind und in der energetisch vertiefte Informationen (z. B. zum Energieverbrauch) erhoben werden.

Im Gegensatz zu Wohngebäuden sind Nichtwohngebäude in Deutschland nicht in einer amtlichen Statistik erfasst. Diese Wissenslücke soll das Verbundvorhaben ENOB:dataNWG schließen. Das Konsortium will mit der Forschungsdatenbank statistisch belastbare Informationen über den Bestand an Nichtwohngebäuden in Deutschland bereitstellen, wobei ein besonderer Fokus auf energetisch relevante Gebäudemerkmale gerichtet ist. Anhand der Forschungsdatenbank sollen Fragen wie die nach dem energetischen Zustand der Nichtwohngebäude und dessen Dynamik ebenso beantwortet werden können wie grundlegende Fragen hinsichtlich der weitgehend unbekannten Strukturen des Nichtwohngebäudebestands, z. B. in Bezug auf Gebäudetypen und -nutzungen.

Die Forschungsdatenbank erlaubt auch, Raten der Modernisierung und Instandhaltung zu ermitteln. Damit können Szenarien entwickelt und Prognosen aufgestellt werden, wie sich der Nichtwohngebäudesektor langfristig entwickelt. Im Bereich der gewerblichen Immobilienmärkte – vor allem für Büro-, Einzelhandels- und Logistikimmobilien – wird mit Hilfe der Forschungsdatenbank darüber hinaus die Markttransparenz entscheidend verbessert.
Im Verbundvorhaben ENOB:dataNWG kombinieren die eingebundenen Forschungseinrichtungen klassische Methoden der Stichprobenerhebung mit den neuen Möglichkeiten, die sich aus der Geoinformatik dank der Verfügbarkeit von Katasterdaten wie insbesondere amtlichen Hausumringen (HU-DE) oder amtlichen 3D-Gebäudemodellen (LoD1-DE) bieten. Daraus eröffnet sich die Möglichkeit, den Sektor der Nichtwohngebäude erstmalig mit Hilfe einer repräsentativen Stichprobe belastbar und kostengünstig zu erforschen.

Als Ergebnis des Verbundprojektes ENOB:dataNWG wird ein einmaliger Datenbestand hinsichtlich Stand und Dynamik von Nichtwohngebäuden in Deutschland geschaffen, der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für weiterführende Untersuchungen dauerhaft und unter Berücksichtigung von Datenschutzbestimmungen zur Verfügung stehen wird. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Vorhaben in der Förderinitiative Energieoptimiertes Bauen (ENOB) des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung.

 

Projektlaufzeit    
Dezember 2015 bis Mai 2019

Projektpartner   
•    Institut Wohnen und Umwelt (IWU), Darmstadt als Verbundkoordinator
•    Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), Dresden
•    Bergischen Universität Wuppertal, Fachbereich Architektur, Fachgebiet Ökonomie des Planens und Bauens


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