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15 Nov 2017

Kooperationen sind Motor für globale Energiewende

Bericht zum House of Energy-Dialog „Partnerschaften für die Internationalisierung“

Expertenkreis diskutierte Internationalisierung des Mittelstandes


Im Rahmen der neuen Dialogreihe bot das House of Energy rund 30 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ein Forum, um Ansätze für eine international wirksame Energiewende zu diskutieren. Die Veranstaltung fand bei der SMA Solar Technology AG in Niestetal bei Kassel statt.

Globale Herausforderungen wie der Klimawandel oder der Ausbau einer nachhaltigen Energieversorgung erfordern eine globale Verantwortungsethik und effektives Handeln. Der Kampf gegen den Klimawandel benötigt aber auch erhebliche Investitionen in den Bereichen Energieerzeugung, -verteilung und -anwendung. „Investieren in eine klimafreundliche Energieversorgung ist schon lange nicht mehr nur eine Frage der Moral, sondern oftmals das Ergebnis einer Abwägung von unternehmerischen Chancen und Risiken“ ist Prof. Dr. Peter Birkner, Geschäftsführer des House of Energy sicher.

Doch wie können hessische Unternehmen und Initiativen mit ihren Ideen und Produkten ausländische Märkte erschließen? Das international erfolgreiche Unternehmen SMA hat seine Strategien für das internationale Geschäft vorgestellt. Darüber hinaus haben verschiedene Wirtschaftsverbände und Non Profit-Organisationen erläutert, welche Hürden bestehen und was für einen erfolgreichen Markteintritt und eine dauerhaft erfolgreiche Positionierung hilfreich ist. Oftmals können sie Unternehmen   unterstützen –  beispielsweise mit Zielmarktanalysen oder der Beratung von Entscheidungsträgern im Heimat- oder Zielland. Gute Vorbereitung und ein langer Atem sind in jedem Fall wichtige Voraussetzungen für die Internationalisierung.

Die Energiewende ist der Entwicklungsmotor für Eine Welt-Länder. Die Umsetzung erfordert in erster Linie passende politische Rahmenbedingungen. Damit der Ausbau Erneuerbarer Energien von den Entscheidungsträgern getragen und tatsächlich umgesetzt wird, ist auch im Ausland größtmögliche Transparenz und eine echte Beteiligung notwendig. Gerade in Ländern mit Energiearmut wie Tansania seien Partnerschaften und moderierte Dialogprozesse Erfolgsschlüssel, um einen politischen Willen zu generieren. Ein weiterer Schwerpunkt der Dialogveranstaltung lag auf den Ländern China und Japan, welche unterschiedliche Besonderheiten vor allem hinsichtlich Kultur und Ordnungsrahmen mit sich bringen. Ein sehr hoher Qualitätsstandard in Japan, ein staatlich gesteuerter Markt in China und generell der Rechtsschutz von Intellectual Property sind zu beachten.

Will man den Kampf gegen den Klimawandel gewinnen, müssen vor allem in der Energie- und Klimapolitik breite internationale Allianzen gebildet werden, die sich für nachhaltige Energiesysteme und mehr Ehrgeiz im internationalen Klimaschutz engagieren. Das Pariser Abkommen und die Bonner Klimakonferenz bestätigen dies.

Dass ein breites Spektrum von Akteuren und Netzwerken existiert, die international an einer nachhaltigen Energieversorgung arbeiten, zeigt der Teilnehmerkreis des Dialoges. Darunter sind  Unternehmensvertreter , branchenbezogene, Kompetenznetzwerke, branchenübergreifende Wirtschaftsverbände und Ländergesellschaften, ebenso wie  wissenschaftliche Einrichtungen mit internationalem Schwerpunkt und eine unabhängige Stiftung .

Das House of Energy hat den Teilnehmern mit der Veranstaltung ermöglicht, ihre speziellen Kompetenzen für die Internationalisierung zu bündeln. Synergiepotenziale sind herausgestellt und Ansatzpunkte für eine mögliche Zusammenarbeit diskutiert worden. 

In der Diskussion zeigt sich, dass der Erfolg in den sehr unterschiedlichen Zielländern davon abhängt, wie die landesspezifischen Rahmenbedingungen und kulturelle Unterschiede berücksichtigt werden. Weiterhin unterstützen die Erfahrungen und Methodenkompetenzen der Netzwerke eine zielführende Kommunikation in den Ländern. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen sind strategische Partnerschaften hilfreich zur Erschließung internationaler Märkte. Denn so können Markteintrittsbarrieren überwunden, Synergieeffekte erzielt und Kosten gesenkt werden.

Kooperationen bieten die Chance, ein Motor für die globale Energiewende und damit für den Klimaschutz zu sein, denn sie wirken auf zweierlei Art und Weise: Zum einen unterstützen sie die Unternehmen darin, mit möglichst wenig Reibungsverlusten nachhaltige Energieversorgungs­strukturen in den Zielländern aufzubauen. Zum anderen können vor Ort in den Zielländern verbesserte Rahmenbedingungen geschaffen werden, indem interdisziplinär und international zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammengearbeitet wird. Die gemeinsame Zielsetzung ist, bewährte Politikinstrumente zu etablieren, die sowohl eine Basis für den Aufbau einer klimafreundlichen Energieversorgung bieten, als auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Landesbevölkerung vor Ort erhöhen.

Programm und Impressionen



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