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06 Dez 2017

Innovationskongress unterstreicht Bedeutung der Innovationsförderung

Frankfurt. Am 6.12.2017 lud die Hessen Trade & Invest GmbH zum ersten hessischen Innovationskongress, der mit rund 700 Gästen unter der neuen Marke „Technologieland Hessen – Vernetzt. Zukunft. Gestalten.“ stattfand.

 

Als Innovation gilt die Übertragung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in marktfähige Produkte oder Verfahren. "Innovationsfähigkeit ist für entwickelte Volkswirtschaften der wichtigste Erfolgsfaktor", sagte Hessens Wirtschaftsminister Al-Wazir. "Wir wollen, dass Ideen, die in Hessen entstehen, auch hier zur Marktreife wachsen. Deshalb steht Innovationsförderung im Zentrum unserer Wirtschaftspolitik." Al-Wazir weiter: "Wir möchten Foren schaffen und Instrumente zur Verfügung stellen, um kreativ zu sein und Innovationen zu generieren." 

Hervorgehoben wurde, dass Innovationsräume zu schaffen sind, etwa durch die Förderung gemeinsamer Projekte von Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie durch die interdisziplinäre und branchenübergreifende Netzwerkarbeit und Beratung. Für die Themen der Energiewende und des Klimaschutzes versteht sich das House of Energy e.V. (HoE) als Ideengeber und Plattform zur Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik –  um hessische Innovationen für die Energiewende zu befördern. Die Mitglieder des HoE können die Angebotsformate aktiv mitgestalten. Zu den Leistungen zählen u.a. die Initiierung, Entwicklung und Begleitung von F&E-Projekten oder der Wissenstransfer. 

In verschiedenen Vorträgen auf dem Innovationskongress gingen die Akteure der Frage nach, was den Erfolg bei der Entwicklung von Innovationen ausmacht. Mehrfach wurde erwähnt, dass es eine bessere Verknüpfung von Forschung und Industrie und mehr Umsetzungskompetenz braucht. Besonders eindrucksvoll war die Keynote-Speech des Trend- und Zukunftsforschers Matthias Horx vom Zukunftsinstitut. Es wurde deutlich, dass nicht allein die technische Seite ausschlaggebend ist, denn – so wurde klar - die wichtigsten Innovationen entstehen aus neuen Kooperationsweisen, sprich: Zukunft entsteht, wenn Beziehungen gelingen. Innovationen sollen einen Mehrwert generieren und dabei helfen gesellschaftliche Fragen zu lösen und etwas im Sinne des Menschen sinnvolles zu tun. 

Aktuell stehen unsere Gesellschaften vor Paradigmenwechseln und großen Wandeln. Dies birgt gerade für etablierte Unternehmen die Gefahr disruptiver Entwicklungen, bei denen in kurzer Zeit veränderte Wertschöpfungsketten entstehen, an denen sie nicht mehr teilhaben. Disruption entsteht aus einem Mangel an evolutionärer Adaption, der durch kontinuierliche Innovation behoben werden kann. Dabei braucht es das Gefühl, eine Innovations-Kultur zu schaffen, damit die Akteure sich aus eigenem Antrieb transformieren können. 

Psychologisch gesehen ist es wichtig, von der Lösung her zu denken – und nicht vom Problem her. Bilder der Zukunft entstehen dabei durch Interdisziplinarität in agilen Zukunftsworkshops. Es entstehen Szenarien, Ideen und erste Ansätze, mit denen man weiterarbeiten kann. Um die kompexen Herausforderungen zu bewältigen braucht es eine Kultur, die das branchenübergreifende systematisch verstetigt und Erfahrungen aus unterschiedlichen Welten zusammenbringt. Interdisziplinäre Thinktanks können diese Prozesse unterstützen.

Aufgeräumt wurde mit dem Vorurteil, jede aktuelle Innovation sei digital. Ein Beispiel ist ein ökologischer Dämmstoff aus Hanf. Manchmal kann eine erfolgreiche Innovation auch ganz einfach ein Remix aus unterschiedlichen erfolgreichen Ansätzen sein. Grundsatz sollte sein, sich auf die vorhandenen Stärken und Werte zu besinnen und nicht jedem international zu beobachtenden Trend blindlings hinterherlaufen.



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