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22 Jan 2019

Vertreter von Hitachi und Tepco besuchen House of Energy

Hitachi ist mit rund 300.000 Mitarbeitern eines der größten Technologieunternehmen weltweit. Der Konzern konzentriert sich auf Elektrotechnik und Maschinenbau und hat seine Konzernzentrale in der japanischen Hauptstadt Tokio.

Tepco ist einer der größten japanischen Energieversorger mit rund 50.000 Mitarbeitern mit Sitz in Japan. 2011 wurde das Unternehmen durch die Reaktorkatastrophe in Fukushima schwer getroffen.

Im Rahmen der Gesellschaft „THE Power Grid Solution, Ltd.“ kooperieren beide Gesellschaften, um Konzepte und Produkte für das Energiesystem der Zukunft zu entwickeln.

Deutschland hat aus Sicht des Unternehmens in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung. So liegt der Anteil regenerativer Energien am Strommix bei über 40 %, es werden im Rahmen des C/sells Projekts zelluläre Netz- und Energiestrukturen in Verteilnetzen erprobt, flächendeckende Netzausbauszenarien in Studien analysiert – die hessische Verteilnetzstudie ist hierfür ein gutes Beispiel – und der Ausbau und die Dynamisierung des Übertragungsnetzes sind angestoßen. Weitere Themenschwerpunkte in Deutschland bilden der Mobilitätssektor sowie die Bereiche Vermeidung von Energieenergieeinsatz und Energieeffizienz. Nicht vergessen werden dürfen der Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie und der sich – zum Zeitpunkt des Treffens – sich abzeichnende Ausstieg aus der Kohle. In Summe müssen sich alle Einzelaspekte zu einem ganzheitlichen Bild fügen. Alle Aspekte der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Akzeptanz – sind dabei zu berücksichtigen.

Besonderes Interesse zeigten die Gäste aus Japan an der dezentralen Strukturierung der Energielandschaft in Deutschland, die deutlich über 1.000 Unternehmen umfasst. Die effiziente Beherrschung der ausgeprägten und leistungsstarken Volatilität im Stromsystem, die durch fluktuierende Quellen (z.B. erneuerbare Energien) und Senken (z.B. E-Mobilität) hervorgerufen wird, erfordert eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz verbunden mit einer dezentralen Dämpfung der Volatilität. Die technische Lösung ist hier in zellulären Netz- und Energiestrukturen und in der Sektorenkopplung zu suchen. Technologien, die allgemein als „Power-to-X“ bezeichnet werden, sind dabei von zentraler Bedeutung. Die Energieformen Strom, Gas, Wärme sowie die Energieanwendung „Mobilität“ sind übergreifend zu betrachten. Im Sinn der Identifikation von Effizienzpotentialen aber auch im Sinne der Systemsteuerung bildet die Digitalisierung die übergeordnete Ebene.

Dieses technische Konzept reflektiert sich in Deutschland nahezu idealtypisch im Konzept der Stadtwerke. Dies können künftig eine Art Scharnierfunktion zwischen den verschiedenen Energieformen und Energieanwendungen ausbilden.

Die japanischen Gäste waren vor allem an der Diskussion dieser strukturellen, konzeptionellen und betrieblichen Aspekte interessiert. Ihre Intention war die Übertragbarkeit auf die Situation in Japan zu prüfen. Deutschland verstanden sie dabei als Reallabor für das Energiesystem der Zukunft.

Im Zuge der Diskussion wurden auch das Konzept und die Arbeitsweise des House of Energy vorgestellt. Die übergreifende Kooperation von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zur Gestaltung eines fundamentalen Transformationsprozesses bewerteten die Gäste sehr positiv.

Herr Atsushi Honzawa (Hitachi), Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner (House of Energy), Herr Naoaki Fukazu (Tepco) und Frau Maria Deutsch (Dolmetscherin) am 22.01.2019 nach einer intensiven Diskussion vor dem Logo des Science Parks in Kassel



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