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Opel: Rüsselsheimer Entwicklungszentrum bekommt mehr als 160 Ladepunkte für Elektroautos und erforscht Ladeinfrastruktur der Zukunft

7. November 2018

 

  • Opel arbeitet an Führungsrolle bei der Weiterentwicklung der E-Mobilität als Teil des Strategieplans PACE!
  • Projekt im Entwicklungszentrum startet in wenigen Monaten und unterstützt Aufbau einer intelligenten Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität von morgen
  • Reallabor bildet Mobilitätssituation des Jahres 2035 in Hessen ab
  • Mitwirkung der Denkfabrik House of Energy des Landes Hessen


Rüsselsheim. Das Entwicklungszentrum am Stammsitz Rüsselsheim wird zum Reallabor für Elektromobilität: Opel wird dort gemeinsam mit der Universität Kassel sowie den beiden auf Ladeinfrastruktur spezialisierten Unternehmen FLAVIA IT und PLUG’n CHARGE am optimalen Aufbau des Stromnetzes der Zukunft forschen. Das dreijährige Zukunftsprojekt E-Mobility-LAB Hessen soll durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert werden. Dafür errichtet Opel in seinem Entwicklungszentrum ein intelligentes Lade- und -Infrastruktursystem für Elektrofahrzeuge. Die Installation der ersten Ladesäulen auf dem Opel-Gelände in Rüsselsheim sowie dem Testzentrum in Rodgau-Dudenhofen startet schon in wenigen Monaten.
Insgesamt werden mehr als 160 Ladepunkte entstehen, mit denen die E-Automobilflotte des Entwicklungszentrums künftig geladen wird. Basierend auf realen Daten werden umfangreiche und fundierte Simulationen einer Vielzahl von Szenarien ermöglicht. Dies gewährleistet die Übertragbarkeit der Resultate. Erarbeitet wurde das Konzept gemeinsam mit der Denkfabrik der hessischen Energiewende House of Energy.

Dieses Projekt ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg von Opel, eine führende Rolle bei der E-Mobilität einzunehmen – ein klares Ziel des Unternehmensplans PACE!. Bis Ende 2020 wird der Automobilhersteller insgesamt vier elektrifizierte Modelle im Angebot haben, die für reichlich Fahrspaß sorgen und die Nachfrage an E-Autos deutlich beschleunigen werden. Und bis 2024 wird es in ausnahmslos jeder Baureihe von Opel ein elektrifiziertes Modell geben.

Opel CEO Michael Lohscheller: „Opel wird elektrisch. Hier in Rüsselsheim schaffen wir nun die notwendige Ladeinfrastruktur in unserem Entwicklungszentrum. Damit unterstützen wir die Bemühungen von Politik und Behörden, den Aufbau einer angemessenen Ladeinfrastruktur voranzutreiben. Denn klar ist: Die Elektromobilität wird nur dann erfolgreich sein, wenn Fahrzeugentwicklung und der Ausbau der Ladeinfrastruktur Hand in Hand gehen.

Der Anteil von Elektrofahrzeugen im Entwicklungsbereich des Herstellers wird eine Mobilitätssituation abbilden, wie sie im Jahr 2035 erwartet wird. So wollen die Projektpartner wertvolle Erkenntnisse über das Ladeverhalten und die Anforderungen an den Netzausbau erhalten. Mit Hilfe eines intelligenten Steuersystems werden Ladestrom und -zeitpunkt an die jeweilige Nutzung der Entwicklungsfahrzeuge angepasst. Mit dieser smarten Infrastruktur wird realisiert, dass die gesamte Flotte, trotz des hohen Energiebedarfs der Elektrofahrzeuge, jederzeit bedarfsgerecht geladen ist – und das bei minimalem Ausbau des bestehenden Stromnetzes. Aufbauend auf den gewonnenen Daten können verschiedenste Ladesituationen der Zukunft abgebildet werden.

Tarek Al-Wazir, Hessischer Verkehrsminister und stellvertretender Ministerpräsident:
„Ein klimagerechtes Verkehrssystem ist nötig und möglich, und Hessen hat den Anspruch, Vorreiter der Verkehrswende zu sein. Deshalb engagiert sich die Landesregierung für die Elektromobilität, unter anderem durch die flächendeckende Förderung von Ladeinfrastruktur. Wir freuen uns, dass mit Opel ein hessischer Automobilhersteller die Mobilität von morgen innovativ mitgestaltet.“

Im Testzentrum Rodgau-Dudenhofen wird zudem ein modularer Batteriespeicher installiert, in dem Fahrzeugbatterien des Opel Ampera wiederverwendet werden, um Strom vorübergehend zu speichern. Dieser stationäre Batterieeinsatz im sogenannten Second Life dient dazu, Verbrauchsspitzen auszubalancieren und so das Stromnetz zu stabilisieren. Insgesamt werden 18 Fahrzeugbatterien in dem Batteriespeicher wiederverwendet, mit deren Speicherkapazität ein Vier-Personen-Haushalt einen Monat lang mit Strom versorgt werden könnte.


Kontakt:

Annemarie Schreeb
Tel: +49 (0) 6142 7 72914
Mobil: +49 (0) 160 91344230
Annemarie.Schreeb@opel.com

Gefördert durch:




Über die Projektpartner:

Universität Kassel (Konsortialführer)


An der Universität Kassel sind drei Fachgebiete mit dem Projekt E-Mobility-Lab betraut:

  • Das Fachgebiet Fahrzeugsysteme befasst sich in Forschung und Lehre mit Problemstellungen der Elektrotechnik, Elektronik und Mechatronik in Fahrzeugen und deren Umfeld mit dem Fokus auf Energieeffizienz und -verteilung.
    www.uni-kassel.de/eecs/fsg
  • Das Fachgebiet „Kommunikationstechnik“ (ComTec) beschäftigt sich in der Forschung mit den Schwerpunkten „Algorithmen und Methoden für Kontextsensitivität“ und „Softwareengineering für Ubiquitous Computing“ für mobile Netze und Anwendungen. www.comtec.eecs.uni-kassel.de
  • Das Fachgebiet Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt dezentrale Energiewirtschaft widmet sich der ökonomischen und energiepolitischen Analyse nationaler und regionaler Strategien zur Schaffung eines wirtschaftlichen und nachhaltigen Energieversorgungssystems in Deutschland.
    www.uni-kassel.de/go/wetzel


FLAVIA IT-Management GmbH

Die FLAVIA IT entwickelt herstellerunabhängige Software und Anwendungen für den Bereich der E-Mobilität. Die Softwareanwendung GRIDWARE stellt eine Nutzungs- und Abrechnungsplattform für die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen bereit, mit dem Betreiber von Ladestationen ein leistungsstarkes Managementtool an die Hand bekommen, welches die Systeme in Echtzeit steuert und vernetzt.
www.flavia-it.de

PLUG’n CHARGE

Die PLUG’n CHARGE GmbH bietet eine Produktfamilie von Ladestationen für eAutos und eBikes.
Die Ladestationen kombinieren Gehäuse in einem schicken Design (entwickelt in einem vom Land Hessen geförderten Projekt) und aus innovativen Materialen mit einer Software basierend auf dem OCPP 1.6 Standard. In 2017 wurden über hundert solcher Stationen in ganz Deutschland aufgestellt (B2B) und in verschiedene IT-Backend- und Roamingsysteme erfolgreich integriert. PLUG’n CHARGE bietet auch einen umfassenden eMobilitätsservice (Überwachung, Wartung, Betreibung), wenn die Ladestationen stehen.
www.plugncharge.de


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