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16 Apr 2020

Institut für Wohnen und Umwelt vermisst die Welt der Nichtwohngebäude in Deutschland

Zum ersten Mal ist der Sektor der Nichtwohngebäude (NWG) in Deutschland Gegenstand einer auf Repräsentativität ausgelegten Primärdatenerhebung hinsichtlich Stand und Dynamik seiner strukturellen Eigenschaften, der energetischen Qualität und der Entscheidungsprozesse bei Modernisierung. Mit den Untersuchungsergebnissen werden bestehende Lücken im Wissen um den Nichtwohngebäudebestand in Deutschland geschlossen. Methodisch betraten die Forscher dafür Neuland und haben dabei Methoden der Geoinformatik, der Stichprobenerhebung und der sozialwissenschaftlichen Befragung kombiniert.

Am 31. März endete planmäßig die dritte Feldphase einer repräsentativen Primärdatenerhebung. Mehr als 400 Gebäude in ganz Deutschland wurden von Energieberatern besucht. In durchschnittlich 3 Stunden wurden detaillierte Daten zum Energieverbrauch (sowohl Brennstoffe und Fernwärme als auch elektrische Energie) und die wichtigsten Parameter für eine vereinfachte Bedarfsberechnung erhoben, also Daten zur Nutzung, zur Gebäudehülle und der Haustechnik.

Verbundkoordinator des Forschungskonsortiums ist das HoE-Mitglied Institut Wohnen und Umwelt (IWU). Weiterhin sind das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und die Bergischen Universität Wuppertal (BUW) beteiligt.

Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude

Herausgekommen ist ein enormer Datenschatz. Er dient als Basis für Aussagen zum gesamten Nichtwohngebäudebestand in Deutschland und beantwortet Fragen wie: Wie viele Nichtwohngebäude gibt es, wie sind sie beschaffen, wie groß sind sie und wie steht es um ihren Zustand und den Fortschritt bei der energetischen Modernisierung? Die Daten dazu werden in Zukunft in der Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude verfügbar sein.

Mit den Daten lassen sich auch andere Berechnungswerkzeuge kalibrieren, wenn die beschränkte Erfassungstiefe bei den Gebäudemerkmalen entsprechend berücksichtigt wird. Auch das Feld für ein regelmäßiges Monitoring dieses Sektors auf die energie- und klimaschutzpolitischen Ziele hin konnte mit dem Projekt bereitet werden.

Einsparpotenziale bei Nichtwohngebäuden berechnen

Mit dem TEK-Tool des IWU werden Energiebedarfe der Gebäude berechnet und in einer Regressionsanalyse mit den Verbrauchsangaben verglichen. Daraus werden die Wissenschaftler des IWU verbesserte Kalibrierungsfunktionen ableiten. Mit deren Hilfe können zukünftig die Einsparpotenziale bei Nichtwohngebäuden realistischer berechnet werden.

Abschlusstagung des Forschungsvorhabens

Auf einer Abschlusstagung des Forschungsvorhabens "Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude (EnOB:dataNWG)" soll der neue Datenbestand zum ersten Mal präsentiert und in themenspezifischen Workshops diskutiert werden. Die Abschlusstagung wird voraussichtlich im September stattfinden. Nähere Infos dazu unter:  http://datanwg-abschlusstagung.ioer.eu/



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Ansprechpartner

Ivonne Müller B.A.
Tel.: +49 (0)561 953 79-794
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