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19 Aug 2020

Europastaatssekretär Weinmeister besucht Universität Kassel

Europastaatssekretär Weinmeister besucht Universität Kassel

© House of Energy Ivonne Müller

Während seiner Sommertour besuchte Europastaatssekretär Weinmeister die Universität Kassel und lernte Projekt E-Mobility-Lab Hessen kennen 

Nach der Begrüßung und Vorstellung der Universität durch den Präsidenten, Herrn Prof. Finkeldey und den Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik / Informatik Herrn Prof. Bangert informierte sich Europastaatssekretär Weinmeister über das Projekt „E-Mobility-Lab Hessen“. Das Projekt, welches sich durch anwendungsnahe Forschung und Entwicklung im Zusammenwirken von Wirtschaft-, Wissenschaft und Landespolitik auszeichnet, wurde vom House of Energy ins Leben gerufen und wird vom europäischen Infrastrukturfonds EFRE gefördert.

Neben der Universität Kassel, dem Konsortialführer des Projektes, präsentierte Opel, stellvertretend für alle Industriepartner, seine Motivation sich an dem Reallabor für die Elektromobilität der Zukunft zu beteiligen. Opel möchte bis Mitte nächsten Jahres erreichen, dass über 1.000 Fahrzeuge – Dienstfahrzeuge und Prototypen der Entwicklungszentren Rüsselsheim und Dudenhofen – elektrisch fahren. Der Aufbau der dazu nötigen Infrastruktur und das Zusammenspiel aller Komponenten bilden den Kern des Vorhabens. Eindrücklich wurde von Herrn Kahlstatt, Vehicle Chief Engineer bei Opel, die neu entstandene Ladeinfrastruktur mit 150 Ladepunkten auf dem Opelgelände beschrieben. Die eingesetzten Ladesäulen stammen vom Projektpartner und Startup Plug´n Charge aus Nordhessen.

Herr Kahlstatt stellte heraus, dass unter anderem durch eine intelligente Steuerung über eine Steuereinheit (Backend) kostspielige Erdarbeiten für Leitungen und Kabel vermieden werden konnten. Auf die Frage, wer das im Reallabor Erprobte später umsetzt, lautete die Antwort: die Backend-Betreiber, denn das intelligente Lastmanagement spielt eine zentrale Rolle. Hier kommt ein weiterer Partner, die Flavia-IT ins Spiel. Dieses nordhessische Unternehmen ist für die Entwicklung der Software verantwortlich. Herr Kahlstatt verwies weiterhin auf den von Opel entwickelten Batteriespeicher, der aus Autobatterien aufgebaut ist, die für den Fahrzeugbetrieb nicht mehr geeignet sind (Second-Life-Batterien). Dieser bietet einerseits eine deutlich verlängerte Nutzungsdauer von Batterien, was deren Wirtschaftlichkeit erhöht und lässt zugleich eine Komponente entstehen, die nachhaltig und intelligent zur dynamischen Stabilität des Stromsystems beiträgt.

Herr Prof. Brabetz, der das Fachgebiet Fahrzeugsysteme und Grundlagen der Elektrotechnik leitet sowie seine Mitarbeiter Herr Dr. Ayeb und Herr Löwer veranschaulichten abschließend, wie sie über Simulationen die Wechselwirkung zwischen Infrastruktur und „Smartness“ analysieren und darüber hinaus Optionen auf der Verhaltensebene der Verkehrsteilnehmer sowie im Bereich der Fahrzeugtechnik ableiten. Das Projekt sei auf einem guten Weg erfolgskritische Faktoren einer Roadmap „Implementierung E-Mobilität in Hessen“ zu erarbeiten. Weitere Partner der Universität Kassel sind in dem Projekt das Fachgebiet Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt dezentrale Energiewirtschaft von Frau Prof. Wetzel und das Fachgebiet Kommunikationstechnik von Herrn Prof. David.

Nicht zuletzt interessierten den Staatssekretär die Erfahrungen in der Bewilligung des EFRE-geförderten, hessischen Projekts. Frau Dr. Walther, beim House of Energy verantwortlich für die Projektinitiierung, schilderte die verwaltungstechnischen Herausforderungen. Es war durchaus Pionierarbeit zu leisten, um mit einem großen Projektkonsortium, bei anspruchsvollen Inhalten und einem hohen Investitionsvolumen, die erfolgreiche Beantragung von EFRE-Mitteln zu meistern. Auch vom Industriepartner Opel sowie dem Forschungspartner und Konsortialführer Universität Kassel nahm Europastaatssekretär Weinmeister Hinweise und Anregungen zum Antragsprozedere und der administrativen Projektdurchführung mit.

Insoweit kann das hessische Konsortium bereits heute auf eine Reihe von Erfolgen verweisen. Verwaltungsprozesse, wissenschaftliche Grundlagenarbeit sowie technisch-wirtschaftliche Aspekte konnten durch ein starkes und intensiv zusammenarbeitendes Konsortium in Einklang gebracht werden. Wenn dieses Projekt die beteiligten Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Geschäftsmodelle, der Universität bei der Verbreiterung ihrer Expertise und nicht zuletzt das Land bei der Etablierung der E-Mobilität unterstützt, dann ist dies auch ein schöner Beleg für das Konzept des House of Energy: Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Hessen durch konzertierte Zusammenarbeit von Politik, Unternehmen und Forschung.

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