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15 Jul 2021

Zukunft Energie & Mobilität – KompetenzCampus Frankfurt University of Applied Sciences und House of Energy boten gemeinsame Weiterbildung an

Veranstalter :Frankfurt University of Applied Sciences + House of Energy

Im Rahmen der Frankfurter Energieseminare fand am 17. Juni eine Weiterbildung zum Kompetenzaufbau im Themenbereich Energie & Mobilität mit dem Titel: „Zukunft Elektromobilität: Moderne und herkömmliche Antriebe im Vergleich“ statt. Dabei handelte es sich um ein Angebot des KompetenzCampus der Frankfurt University of Applied Sciences in Kooperation mit House of Energy. Die 25 Teilnehmer erhielten für ihre Teilnahme ein Zertifikat.

Das 3-stündige Seminar behandelte sowohl die zukünftigen Potenziale, als auch die Heraus­forderungen von alternativen Antrieben. Es wurde ein grundlegendes Verständnis geschult, so dass die Teilnehmenden anschließend in der Lage sind, die einzelnen Sachverhalte selbstständig zu beurteilen. Lehrinhalte waren energieeffiziente Antriebskonzepte für den Individualverkehr in Städten, hybride Antriebe für schwere Nutzfahrzeuge und mobile Arbeitsmaschinen, alternative Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren sowie elektrische Antriebskonzepte in PKWs. Ein visionäres Bild vermittelte der abschließende Praxisimpuls von Fahrzeugzulieferer EDAG Engineering aus Fulda.

Im Anschluss an die 3-stündige Weiterbildung verblieben Teilnehmende und Dozent:innen spontan noch rund eine weitere Stunde im Online-Schulungsraum und vertieften Fragestellungen der Teilnehmenden. Anschließend wurde den zufriedenen Teilnehmenden das Lehrmaterial zur Verfügung gestellt.

Energieeffiziente Antriebskonzepte für den Individualverkehr in Städten

Prof. Dipl.-Ing. Holger Marschner führte in das Thema Energieeffiziente Antriebskonzepte für den Individualverkehr in Städten ein. Ausgehend von einer Bedarfsanalyse vermittelte er Grundlagen zum Antrieb der Fahrzeuge und lehrte, wie die zu bereitstellende Antriebsleistung berechnet werden kann und wie sich daraus fachliche Rückschlüsse auf mögliche Entwicklungen der urbanen Mobilität der Zukunft ziehen lassen. Unter anderem ging Herr Marschner auch auf das Thema Radverkehr und Lastenverkehr mit dem Rad im urbanen Raum ein.

Hybride Antriebe für schwere Nutzfahrzeuge und mobile Arbeitsmaschinen

Prof. Dr. Ulrich-Peter Thiesen widmete seine Lehreinheit hybriden Antrieben für schwere Nutzfahrzeuge und mobile Arbeitsmaschinen im Betrieb mit hoher Dauerleistung. Dabei brachte er den Teilnehmenden zunächst die Längsdynamik von Fahrzeugen nahe und ging darauf ein, welche Leistungen am Rad bei schweren Nutzfahrzeugen und mobilen Arbeitsmaschinen mindestens benötigt werden, wie dies ermittelt wird und von welchen Daumenwerten bei PKW und LKW man im Vergleich ausgehen kann. Darauf aufbauend vermittelte er Aufbau und Funktion der verschiedenen hybriden Antriebskonzepte für Nutzfahrzeuge und mobile Arbeitsmaschinen und zeigte Beispiele für deren Einsatz. Ebenfalls stellte er als Alternative für Nutzfahrzeuge den rein elektrischen Antrieb auf Basis von Brennstoffzellen vor sowie den batterieelektrischen Stadtbus vor und ging auf Kennzahlen zum Vergleich von Elektro- und Dieselbussen ein. Aufbauend auf diesem Grundwissen wurden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Antriebe vergleichend betrachtet.

Alternative Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren

Das Thema Alternative Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren vermittelte Dipl.-Ing. Ingo Behr –  ausgehend von der Notwendigkeit, ökologisch und ökonomisch nachhaltige und innovative Alternativen zu herkömmlichen Kraftstoffen zu schaffen und zu nutzen. Ziel ist der Ansatz „Well to Wheel plus Entsorgung und Recycling“, also eine Nachhaltigkeitsbetrachtung über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus hinweg. Herr Behr ging auf die verschiedenen Kategorien alternativer Kraftstoffe näher ein und fokussierte dabei jeweils und vergleichend auf die Rohstoffe, Herstellungsverfahren, Kraftstoffeigenschaften und Kennwerte, Wirkungsgrade, Speicherfähigkeit, Rückwärtskompatibilität, CO2-Emissionen und Kosten sowie gesellschaftliche Diskussion und Akzeptanz. Sein Fazit: Es wird nicht „den einen“ Kraftstoff für alle denkbaren mobilen und stationären Anwendungen geben. Mittelfristig ist mit einer zunehmenden Vielfalt an Kraftstoffen zu rechnen. Es gibt nicht den einen richtigen Weg, sondern viele, auch kleinschrittige Lösungen, die erst im richtigen Zusammenspiel erfolgreich sein können und werden. Ob und in welchem Umfang die jeweilige „Kraftstoffsorte“ zur Marktreife gelangt, hängt ganz entscheidend von staatlichen Förderprogrammen ab und davon, ob die Politik diese vernünftig oder unvernünftig gestaltet. Dies wiederum hängt sehr von den fachlich korrekten Einblicken in die Materie ab – sowohl bei den Entscheidungsträger:innen, als auch bei den Wähler:innen.

Elektrische Antriebskonzepte in PKWs

Prof. Dr. Boris Schilder vertiefte das Thema Elektrische Antriebskonzepte in PKWs. Die Teilnehmenden lernten aktuelle europäische Trends kennen und setzten sich mit den CO2-Auswirkungen verschiedener Antriebssysteme und CO2-Vermeidungskosten auseinander. Vertieft wurden die technischen Konfigurationen und Architekturen der zu unterscheidenden Hybridfahrzeuge und Elektrofahrzeuge, die sich durch den Elektrifizierungsgrad des Antriebsstrangs unterscheiden.

Zukunftsperspektiven aus Sicht der Industrie

Andreas Viehmann von Fahrzeughersteller EDAG Engineering GmbH stellte Zukunftsperspektiven aus Sicht der Industrie vor. Dabei verglich er die verschiedenen Antriebskonzepte für unterschiedliche Einsatzbereiche, stellte das für die Fahrzeugherstellung zukunftsfähige flexible Konzept von Modularisierung und Skalierbarkeit vor und griff aktuelle, weltweit zu beobachtende Trends und Zukunftsvisionen auf, u.a. selbstfahrende Fahrzeuge.

Falls Sie an weitere aktuelle Erfahrungen aus Sicht der Wirtschaft interessiert sind, empfehlen wir Ihnen den Ergebnisbericht der Veranstaltung „Antriebsstoffe der Zukunft – Brennstoffzelle, Batterie, Alternativen oder doch Wasserstoff verbrennen?“ vom 27. Mai 2021.



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