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16 Mai 2023

"Wo wir Energie reinstecken müssen"

Wo wir Energie reinstecken müssen

© Rittal GmbH & Co. KG

Ein Interview mit Uwe Scharf, Geschäftsführer Business Units (CBO) bei Rittal zur Zeitenwende Energie: Aufgaben, Chancen, Lösungen.

Selten zuvor brauchten der Anlagenbau und die fertigende Industrie so schnell und so dringend kluge Lösungen für eine Vielzahl von komplexen Anforderungen. Doch wie lassen sich diese lösen? Wo liegen die Chancen? Was ist zu tun?

Herr Scharf, auf welche Umbrüche muss sich die Industrie im Rahmen der Energiewende vorbereiten?

Scharf: Der „Energy Transition Outlook“ zeigt die großen Entwicklungslinien bis 2050 auf. Wir sehen in der DNV-Studie bestätigt: Alles überragender Trend ist die zunehmende Elektrifizierung, Stichwort All Electric Society. Energie muss produziert, gespeichert, umgewandelt, verteilt und in den Verbrauch überführt werden. Ein Riesenmarkt, in dem Infrastruktur dafür aufgebaut werden muss. Damit einher gehen steigende Anforderungen an die Netze und die Energieinfrastruktur im Gesamten.

Was ändert sich konkret bei den Netzen?

Scharf: Das Gelingen der Energiewende hängt von vielen Faktoren ab: Erstens, die Geschwindigkeit beim Ausbau der Energienetze wird (und muss) massiv zunehmen, um mit den Anforderungen Schritt zu halten. Der Weg von Kohle, Gas und Öl hin zu Strom aus erneuerbaren Energien wird das Stromnetz enorm belasten und die Komplexität im System deutlich erhöhen. Denn das bisherige Netz zur Verteilung zentral erzeugter Energie wird zu einem komplexen Netzwerk mit vielen dezentralen Akteuren. Zweitens werden die Anforderungen an Transparenz, Flexibilität und Intelligenz der gesamten Energieinfrastruktur steigen, die sich – digital gestützt – überwachen und steuern lassen müssen. Drittens, das Zusammenspiel verschiedener Elemente des Energiesystems, Stichwort Sektorenkopplung. Nehmen wir die Idee, Fahrzeugbatterien als mobile Speicher zu nutzen und Strom in beide Richtungen fließen zu lassen. Oder die Umwandlung von Wind- und Solarstrom in Wasserstoff und Methan, das sogenannte „Power to Gas“-Verfahren. Eines wird hier sehr deutlich: Wir wissen, dass in Sachen Energie einfach nichts beim Alten bleiben wird.

Welche Auswirkung hat diese Veränderung auf Industrieunternehmen?

Scharf: Zusätzlich zu Lieferengpässen, Fachkräftemangel und der neuen Volatilität an den Märkten müssen sich Unternehmen um Energie als eine erfolgs- und damit geschäftskritische und strategisch relevante Größe kümmern, d. h. um die Verfügbarkeit der knappen Ressource Energie und um ein smartes Energiemanagement, das energieintensive Fertigungsvorgänge in energiegünstige Zeiten verlegt. Wichtig ist es, zunächst die zentralen Fragen zu stellen: Beispielsweise, wie wirkt sich die Energietransformation auf meine eigene Organisation, meine Produkte und Verfahren, die Geschäftsstrategie und Kunden aus?

Weitere Antworten lesen sie im vollständigen Interview.

„Die Energiewende wird wahrscheinlich zu einer beispiellosen regionalen und branchenübergriefenden Zusammenarbeit führen.“, so Remi Eriksen, Group Präsident und CEO des norwegischen Unternehmens DNV, das gerade den jährlichen „Energy Transition Outlook 2022“ veröffentlicht hat. Der Berich präsentiert die Ergebnisse eines unabhängigen Modells für das weltweite Energiesystem. Er deckt den Zeitraum bis 2050 ab und prognostiziert den Energiemix, das Angebot und die Nachfrage weltweit und in 10 Weltregionen.

Link zum Fazit und zur kompletten Studie im Interview.

 

Rittal GmbH & Co. KG ist Mitglied bei House of Energy e.V.

Quelle: Magaziin betop


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